Der Zug der Kraniche

Viele viele Kranichzüge sind die letzten Tag über unsere Köpfe hinweggeflogen. Sie bildeten die übliche Keilformation. Mit den typischen Kranichrufen kannst du sie von den Wildgänsen unterscheiden, die ebenfalls in V-Form fliegen. In der V-Formation werden die Positionen ständig gewechselt. Schließlich will jeder mal im Windschatten seines Vordermanns fliegen. Anders aber als die Wildgänse nutzen die Kraniche auch die Thermik und schwingen sich in ihr auf, um im Gleitflug Energie zu sparen.

Kraniche können 2000 km nonstop durchfliegen und das zeitweise mit einer krassen Geschwindigkeit von 130 km/h! Allerdings ist das nicht immer so. Die Flugstrecke wird aufgeteilt und manchmal wird auch nur ein paar km geflogen, um den nächsten Futterplatz anzufliegen. Seit etwa 10 000 Jahren fliegen die Kraniche. Heute – meist von Skandinavien kommend – fliegen sie über Deutschland nach Frankreich oder Spanien, einige nehmen auch den Weg über Israel. Unsere Zugvögel hier sind nun noch etwa 2000 Km  nach Frankreich/Spanien unterwegs.

Wenn man bedenkt welch weite Reise die Tiere zurücklegen, dann ist es klar, dass sie Techniken entwickeln mussten, die ihnen ermöglichen energiesparender zu fliegen. Hier kannst du dir den Flug der Kraniche kurz ansehen:

Text aus Wikipedia:

Der Kranich (Grus grus), auch Grauer Kranich oder Eurasischer Kranich genannt, ist der einzige Vertreter der Familie der Kraniche (Gruidae) in Nord- und Mitteleuropa. Kraniche bewohnen Sumpf- und Moorlandschaften in weiten Teilen des östlichen und nördlichen Europa, aber auch einige Gebiete im Norden Asiens. Sie nehmen das ganze Jahr über sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung auf. Der Bestand hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, so dass die Art zurzeit nicht gefährdet ist.

Die Schönheit der Kraniche und ihre spektakulären Balztänze haben schon in früher Zeit die Menschen fasziniert. In der griechischen Mythologie war der Kranich Apollon, Demeter und Hermes zugeordnet. Er war ein Symbol der Wachsamkeit und Klugheit und galt als „Vogel des Glücks“. In China stand er für ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Auch in Japan ist der Kranich ein Symbol des Glücks und der Langlebigkeit. In der Heraldik ist der Kranich das Symbol der Vorsicht und der schlaflosen Wachsamkeit. In der Dichtung wird der Kranich symbolisch für etwas „Erhabenes“ in der Natur verwendet.

Kraniche sind weit verbreitet über unserer Nordhalbkugel, wo die Tiere ihre Sommerquartiere haben und ihre Jungen ausbrüten. Hier hast du Sommerquartiere und Winterquartiere im Überblick. Einst war der Kranich bis Kaschmir zu finden, leider hat er sich aus einigen Gebieten Asiens zurückgezogen. In den 90 er Jahren hatte sich die Population weltweit erholt; leider ist 2017 ein Jahr in dem so viel Brutvögel wie nie gestorben sind.

Kraniche Sommer und Winterquartiere

In den letzten Jahren sind generell die Brutfolgen zurück gegangen, sei es bei den Kranichen oder bei unseren heimischen Singvögeln. Auch ein starker Insektenrückgang ist zu verzeichnen. Wir alle leiden an diesem Verlust mit, denn stirbt die Natur, sterben auch wir Menschen. Viele von uns kämpfen dafür, dass giftige Substanzen aus dem Verkehr gezogen werden, die für den Ackeranbau verwendet werden, aber eben nicht alle. Rapsfelder stören die Brut der Vögel aufgrund des armen Futterangebots. Kraniche werden von Helfern des Nabu auf Ausweichflächen gelockt. Wenn du gerne helfen möchtest, dann klick dich mal auf diese Seite: Soforthilfe für Kranichkinder.

Kraniche haben eine Flügelspannweite von 2,20 – 2,45 m, während die Wildgänse eine kleinere Flügelspannweite von etwa 1,75 m haben und generell einen kleineren Körper als die Kraniche. Willst du die Kraniche am Himmel von den Wildgänsen unterscheiden, dann kannst du das einerseits an dem Ruf und andererseits an den langen Füßen, die hinten rausstehen; auch die Flügel haben eine andere Form, als die der Wildgänse, nämlich eher eckig.

Wenn du einen Kranich fragst, wo er sich am liebsten aufhält, dann wird er dir sagen, dass er Feuchtgebiete mit flachen und offenen Gewässern bevorzugt. Sümpfe und Bruchwald gehören zu seinen Lieblingsorten, die ja heute leider nicht mehr so häufig vorkommen, aufgrund der Umwandlung der natürlichen Landschaft in wertlose Ackerfläche, die noch dazu mit Giften jeglicher Art verseucht wird. das natürliche Vorkommen von Flachseen ist für den Kranich überlebenswichtig, da er hier sichere Schlaf- und Brutplätze findet. Nahrung sucht der Kranich auch auf Wiesen und oftmals ist er dazu auf Feldern zu sehen.

Kraniche haben eine laaange Speisekarte. Sie sind sowohl Pflanzen- als auch Fleischfresser. Sie fressen Reptilien, Frösche und kleine Fische sowie Schnecken, Würmer und Insekten und deren Larven. Aber damit noch nicht genug, auch Eicheln, Kartoffeln, Wurzeln, Halme und sonstiges Gemüse landen im Magen der Kraniche. Sogar Bohnen, Erbsen, Oliven und Beeren, sowie Haferkörner und Sonnenblumenkerne isst der Kranich gerne. Damit ist der Kranich wohl einer der Vögel mit dem reichsten und vielfältigsten Speiseplan – also nicht einmal ein wählerischer Geselle.

Irgendwie wünscht man sich, sich so klein wie Nils Holgerson machen zu können, um sich auf einen der Vögel zu schwingen und mit ins Warme zu fliegen. Wenn die Kranichzüge vorbeifliegen kommt richtiges Abenteuerfeeling auf. Ich wünsche „allen“ Kranichen, Wildgänsen und sonstigen Zugvögeln eine gute Reise und mögen sie alle gesund im Warmen ankommen!

Eure Conny Keule

Grindwale vor Teneriffa – Pilot Whales in Tenerife – Globicephala melas

Teneriffa – die Insel der Deutschen – Vulkaninsel und Ausflugsinsel. Heute nehme ich dich mit zum Whale watching vor Teneriffa. Leider haben sich die Delfine an jenem Tag nicht zeigen wollen, aber dafür hatten wir eine Gruppe Grindwale, die sogar zwei Junge dabei hatten 🙂 du kannst dir diese wundervollen Tiere in meinem Video ansehen.

Grindwale – Globicephala melas

Sie gehören zur Familie der Delfine! Heißen aber trotzdem Wale. Etwas verwirrend, aber jetzt weißt du es ja 😉 von einigen Menschen werden sie auch Pilotwale genannt.

Die Tiere werden etwa 6-8 Meter lang und bis zu 3 Tonnen schwer. Sie sind im Atlantik unterwegs und vor allem im Süden in gemäßigten und kalten Gewässern. Allerdings haben wir Glück, denn die Grindwale sind lieber im offenen Meer unterwegs. Vor der Küste der kanarischen Inseln halten sie sich aber auch gerne auf und das ist heute der Grund, warum wir sie auch antrafen.

Grindwale und ihre Feinde

Die größten Feinde der Grindwale sind die Orcas und einige größere Haiarten. Was absolut interessant ist – die Wale schlafen mit einer Gehirnhälfte, während die andere Wache hält. Eine absolut fantastische Einrichtung von Mutter Natur, wie ich finde, und eine perfekte Lösung, denn so hat der Wal die Möglichkeit, die Kontrolle über seine Umgebung zu behalten.

Weiteres Wissenswertes über Grindwale

Die Grindwale haben ein starkes soziales Gefüge und halten sich, ähnlich wie die Tümmler in Gruppen auf. Meist bestehen diese Gruppen aus rund 20 Tieren, oftmals kannst du sie aber auch mit anderen delfinartigen zusammen sehen. Es gibt Beobachtungen von bis zu 600 Tieren unterschiedlicher Art in einer Gruppe. Sie ziehen durchs Meer, wie damals die frei lebenden Wildpferdeherden im Indianerland. Den Namen Pilotwal haben sie übrigens von der Tatsache, dass sie von einem Leittier angeführt werden.

Sicher weißt du, dass Wale sich mittels Echolot orientieren und auch unterhalten. Die Frequenz auf der diese „Unterhaltungen“ stattfinden beträgt zwischen 3-18 Kilohertz. Hier kannst du dir ein Klangbeispiel des Grindwales anhören.

Quelle: http://www.whaletalk.de/vortra5.htm

So vermehren sich die Pilotwale

Bis ein Grindwal geschlechtsreif, also vermerhungsfähig wird, muss er erstmal acht bis zehn Jahre alt werden! Hier vor Teneriffa paaren sich die Grindwale im Frühling, so etwa April/Mai. Auch hier kämpfen die Männchen wild um die Gunst der Weibchen. Ähnlich, wie ich es bei den Libellen beobachtet habe, paaren sie sich aber mit mehreren Weibchen. Jetzt trägt das Weibchen 1,25 Jahre ihr Junges aus bis zur Geburt. Wale sind Säugetiere und müssen genauso wie wir Menschen ersteinmal ein Gebiss bekommen, welches sich nach etwa 12 Monaten ausgebildet hat. Von der Geburt an bleibt das Kälbchen 4 Jahre mit seiner Mama zusammen. Es wird mit Milch versorgt und frisst dann, wenn es genug von der Muttermilch hat, seine Lieblingsspeise – Tintenfische!

Wie alt werden Grindwale?

DSC03317Sehr alt werden die Grindwale aber leider nicht, dafür, dass sie soooo spät geschlechtsreif werden. Ihr Höchstalter liegt bei etwa 50-60 Jahren.

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, Walen zu begegnen! Sie strahlen so eine Ruhe und Freundlichkeit aus – auch ein Urvertrauen, welches auch wir Menschen in uns tragen. Walbesuche sind Balsam für die Seele. Ich freue mich, wenn ich wieder und wieder rausfahren kann, um diese wirklich besonderen Wesen zu erleben.

Auf der Must Cat war es besonders toll zu den Tieren zu gelangen, denn auf dem Katamaran macht diese Art von Ausflug besonders Spaß. Wir hatten an Bord einen Guide, der „6“ Sprachen spricht und uns dies auch demonstriert hat. Wir sind bestens bewirtet worden und es wurde größter Wert darauf gelegt, dass kein Müll ins Meer gelangt. Das muss man dem Team der Must Cat hoch anrechnen. Es gab vorher eine richtige Unterweisung in Sachen Umweltschutz – danke dafür. Leider steckte eine unachtsame Frau ihren Becher ins Netz, welcher natürlich mit der nächsten ankommenden Welle im weiten Ozean verschwand…

Ich wünsche dir viele schöne Begegnungen mit Tieren auf unserer Erde, bitte denk aber auch immer daran, dass du darauf achtest, Wildtieren nicht zu nah zu kommen und auch „keinerlei“ Zivilisationsmüll zu hinterlassen, denn die Meerestiere haben mit Plastik- und anderem Müll ein echtes Problem! Lies dazu bitte auch meinen bereits erstellten Beitrag „Wie kommt das Plastik ins Meer?“ Bis zum nächsten spannenden Beitrag,

Deine Conny Keule

 

Wie kommt das Plastik ins Meer?

Gute Frage: Wie kommt das Plastik eigentlich ins Meer?


Eine Frage, die sich bei einer meiner Reisen zum Teil beantwortet hat. Die meisten meiner Leserinnen und Leser leben in Deutschland. Bei uns ist es üblich, dass es gewisse Standards und Regeln gibt. Ordnung ist schließlich das halbe Leben 😉

In anderen Ländern jedoch, herrschen andere Gegebenheiten und aufgrund der dort oft schlechten sozialen Verhältnisse, liegen die Schwerpunkte eben auf anderen Interessengebieten und nicht darauf, Standards einzuhalten. Ein Problem, dass wir alle weltweit zu spüren bekommen. Leider. Und immer wieder dürfen wir erkennen, dass die Erde rund ist und alles ausgesendete zurück kehrt.

Ich möchte dir nun verdeutlichen, wie das Plastik und vor allem woher kommend, ins Meer gelangt. Selbstverständlich auf mehreren Wegen.

offene-behaelterOffene Müllbehälter

offene Müllbehälter am Strand oder in Strandnähe tragen dazu bei, dass Plastik durch starken Windeinfluss, ins Meer transportiert wird. Am Meer ist meistens Wind, also sollten für solche Regionen Müllbehälter gebaut werden, die von vorneherein geschlossen sind. So dass die Plastiktüten auch nicht mehr rausfliegen können (Geschäftsidee ;-))

Auch in anderen Ländern Europas sind viele mittlerweile bemüht, ihren Müll ordentlich zu entsorgen, allerdings – andere Gegebenheiten brauchen andere Lösungen!

muellhalde-brasilienMüllkippen

Nicht unbedingt das Problem in Deutschland, aber auch hier gab es schon Unfälle. In Dritte Welt Ländern werden meist Müllkippen mit unzureichender, schlechter oder fehlender Basisabdichtung gebaut. In Perú bspw. sackte eine Müllkippe ab, die neben einem Fluss in Hanglage gebaut war. Aller Müll landete im Fluss, der die ganzen Teile ins Meer verfrachtete.

Auch das muss nicht sein. Wenn eine Zusammenarbeit aller Länder stattfindet, dann sind auch diese Probleme schnell beseitigt. Zusammenarbeit anstatt Ausbeutung 😉

schiffeSchiffe

Von Schiffen fliegt ein haufen Plastik in unsere Meere, oftmals landen dort auch Container, ganze Ladungen uvm. Kreuzfahrtschiffe, Fähren und sonstige Gutsbeförderer sind fahrende Müllhalden…

Alle Meschen, die sich an Bord aufhalten, müssten erst einmal eine Verhaltenseinweisung bekommen. Viele schmeißen einfach mal eben so ihre leergetrunkene Dose ins Meer – verschwindet ja einfach und man siehts nicht mehr… oder die Plastikhülle vom gerade verspeisten Schokoriegel. Auch die Crew sollte keine Plastikbecher ausgeben!!! Die fliegen weg. Es braucht eine gute Organisation!

geisternetzeFischfang

sogenannte Geisternetze schwirren durch unsere Weltmeere, in denen sich Tiere verfangen und qualvoll verenden. Diese Geisternetze werden oft bewusst im Meer entsorgt und zersetzen sich langsam.

Das ist nicht „nur“ ein Problem für Meeresbewohner, die sich darin verfangen und dann ersticken – egal ob das Säuger sind oder Fische, auch die Fische ersticken, da die Bewegung fehlt, durch die das Sauerstoffreiche Wasser durch die Kiemen gespült wird.

badezimmerBadezimmer

In sämtlichen Produkten finden wir „neuerdings“ Mikroplastikteilchen, die die Reinigungsleistung und die Wirksamkeit steigern. Peelings, Zahncremes, Kontaktlinsenreiniger, Duschgels und andere Kosmetikprodukte enthalten diese Mikroplastikteilchen, welche durch den Abfluss in unsere Gewässer und schließlich ins Meer gelangen.

Dieses Mikroplastik ist hochgefährlich, da es sich innerhalb der Gewebe im Körper ablagert und vom Körper nicht so einfach heraustransportiert werden kann! Die Folge: Krebserkrankungen, Schlaganfälle und vieles, das noch nicht erforscht wurde!

waschraumWaschraum

Wer trägt heute noch Baumwolle? Viele tragen Kunststofffaser-Klamotten. Die winzigen Fasern, die darin enthalten sind, passieren jede Reinigungsanlage und gelangen so wieder ungehindert in unsere Weltmeere.

Uns wird heute Plastikkleidung als sogenannte „Funktionskleidung“ verkauft. Diese Klamotte hat einzig und allein die Funktion, noch mehr Schaden anzurichten. Warum? Weil wir Menschen keine Lösung, keinen funktionierenden Kreislauf haben, in dem Plastik verschwindet und abgebaut wird!

Die Problematik

Was soll so schlimm daran sein, dass das Plastik dort landet? Nun ich werde es dir erklären. Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln die winzigen Plastikteilchen mit Plankton. Meeresvögel halten blinkende oder farbige Plastikteile für essbare Fische, haben den Plastikmüll dann in ihrem Magen und verenden grausam daran. Die Fische, die das Plastik aufnehmen landen übrigens wieder auf deinem Teller. Du isst also direkt das, was du selbst entsorgt hast! Die Erde ist rund – alles, was du aussendest, in welcher Form auch immer, kehrt zu dir zurück!

Ach ja – noch was. Plastik, wirkt, wenn es durchs Meer schwimmt, wie ein Giftmagnet, zieht also Gifte an, womit die Tiere nicht nur das Plastik mit seinen eigenen enthaltenen Giften aufnehmen, sondern auch die, die das Plastik angezogen hat.

Kennst du den Müllstrudel, der seit Jahrzehnten im Nordpazifik treibt? Man nennt ihn den „Great Pacific Garbage Patch“. Er ist bereits so groß wie Zentraleuropa!!! Du kannst ihn sogar vom Weltraum aus sehen. Dreiviertel des gesamten Meeresmülls besteht aus Plastik. Plastik ist ähnlich scheiße wie atomarer Müll – es kann bis zu 400 Jahre dauern, bis die Teilchen vollständig zersetzt sind. Horror oder? Ich könnte als weiter schreiben, aber irgendwann schaltet der menschliche Geist ab. Wir fragen uns: „was haben wir getan?“ Oder „was tun wir da eigentlich?“

Fragen wir uns doch lieber: „was können wir jetzt tun, damit wir das Übel stoppen?“

komm ich jetzt wieder und sage: „viel!“ sehr viel sogar, vor allem erst mal BEWUSST darüber werden, wie wir ab JETZT leben wollen und was du deinen Kindern für eine Welt hinterlassen willst!?

Wenn dir das scheißegal ist, kannst du jetzt aufhören zu lesen, wenn du aber aktiv dein Leben gestalten willst, dann lies jetzt weiter.

Was kannst du selber tun, damit dieses Problem Plastik Jetzt ein Ende hat?

Achte darauf, was du einkaufst: Kaufe keine Produkte mehr, die Mikroplastik enthalten. Achte darauf – du bestimmst, was produziert wird! Du allein. Mache deine Freunde, Bekannte, Verwandte auf die Problematik aufmerksam und erkläre ihnen die Gefahren.

Keine Plastiktüten kaufen:

ich weiß, das ist schwer, weil sie ja überall angeboten werden, auch und vor allem im Früchte- und Gemüsebereich. Mal schnell einkaufen ums Eck und – huch – haste schon wieder so ne scheiß Plastiktüte… nimm dir immer dein Jutetasche mit 😉 egal wo du hingehst.

Unverpacktläden aufsuchen:

Es gibt in einigen Städten Deutschlands sogenannte Unverpacktläden, ähnlich unseren Tante Emma Läden früher und bald auch in Bamberg ;-). Dort hast du kein Plastik. Deine Gefäße musst du selber mitnehmen, damit du deine Waren transportieren kannst.

Alternativen zu Plastik finden:

  1. Zahnbürsten brauchen wir alle! Aus was sind die? Aus Plastik. Glücklicherweise gibt es nun Bambuszahnbürsten – biologisch abbaubar. Schau sie dir einfach mal an, probier sie aus, wenn sie dir taugt, dann benutze sie.
  2. Seit Tupperware ist auch der Bereich der Frischhaltedosen gewachsen. Es gibt auch Glasbehälter – allerdings wieder mit einem Plastikdeckel, aber somit hast du schonmal den Plastikanteil ziemlich reduziert, außerdem ist diese Variante weitaus hygienischer und gesünder.
  3. Kauf nicht die Plastikflaschen-Getränke, sondern steig auf Glas um!!! Jeeeder kauft diese scheiß Plastik-Sixpacks, um die nochmal Plastik gewickelt ist. Wir sind in Deutschland, bei uns gibts glücklicherweise Getränkemärkte, die Glasflaschen verkaufen – nutze das. So werden ganze Plastiklawinen zurückgehalten. Die PET-Flaschen enthalten Giftstoffe und das Wasser schmeckt einfach -„sorry“- scheiße. Es gibt noch weitaus mehr Plastik-Einsparmöglichkeiten, dann aber platzt mein Beitrag, darüber gibts nochmal einen extra Film und einen eigenen Beitrag 😉

Du siehst, bewusst leben heißt nicht unbedingt Einbußen erleben – im Gegenteil. Bewusst leben ist eine Win-win-Situation für alle. Wer bewusst lebt, wird sich auch mit guten Projekten beschäftigen, die für alle Beteiligten ein echter Gewinn sind. Wer bewusst lebt, wird diese Erde zu seinem Paradies umgestalten – denn wir sind alle Schöpfer!

In diesem Sinne, wünsche ich dir die richtigen Entscheidungen, deine Conny Keule

Barfuß auf Reisen – wie Barfuß laufen deine Seele streichelt!

Wie Barfuß laufen deine Seele streichelt, will ich dir mit meinem Video „Barfuß auf Reisen – auf feurigem Untergrund“ zeigen.

 

babyWir alle werden nackt geboren. Nacktheit ist unser Urzustand. Nacktheit fördert somit das Wohlbefinden. An dieser Stelle möchte ich aber nicht über Nacktheit sprechen, das mal in einem anderen Beitrag. Es geht nur darum, zu wissen, dass wir Menschen ursprünglich nackt sind, dies also unser paradiesischer Zustand ist.

Viele Menschen fangen heute an barfuß zu laufen – also wenigstens mal ihre Füße zu entkleiden und wieder Kontakt mit ihrem Ursprung, mit dem Puls der Erde aufzunehmen. Eine fantastische Entwicklung, wie ich finde, und absolut nachahmenswert. Wer Barfuß laufen als Therapie sieht, hat schon die halbe Miete im Wohl Fühlen. Barfuß laufen an sich ist aber in der Tat wie Streicheleinheiten für die Seele.

Warum?

energiepunkteUnser Körper ist übersät mit Energiepunkten – an den Füßen sowie über die ganze Haut. Unzählige Energieein- und Ausgänge reihen sich aneinander. Vielleicht hat es dich schon mal irgendwo gepiekt (dauerhaft), was dich veranlasst hat, auf den entsprechenden Punkt zu drücken. Sicher hast du festgestellt, dass ein Impuls an einer anderen Stelle deines Körper heraus kam. Unsere Energiepunkte sind also untereinander auch verbunden. Ebenfalls sind die körperlichen Energiepunkte mit denen der anderen – sogenannten feinstofflichen Körper – verbunden.

Das heißt im Klartext, alle Energieein- und ausgänge korrelieren miteinander, sind also miteinander im „Gespräch“. Das heißt auch, dass unsere Energiekörper mit unserem materiellen Körper kommunizieren und anders herum. Also du siehst – ein sehr komplexes System so ein menschlicher Körper.

In vielen von euch ist dieses Wissen tief verankert, bzw. einfach so da. Andere wiederum wissen davon gar nichts.

Wenn du nun also Barfuß über verschiedene Untergründe läufst, stimulierst du deine Körper – und zwar alle!

Du wirst es kaum glauben, aber anfangs, wenn der Schmerz groß ist, wirst du feststellen, dass eben ein stärkerer Reiz auf dich ausgeübt wird. Später, wenn du schon etwas Lederhaut hast, werden die Reize sanfter und deine Körper werden ausgeglichener! Das ist ein echter Wahnsinn. Solltest du irgend welche Blockaden haben – barfuß laufen hilft. Es kann sein, dass du, aufgrund solcher Blockaden, deinen Fuß an Steinen verletzt. Oder an gewissen Stellen Dornen in deinen Füßen landen. All das geschieht aufgrund von Energiestaus und anderen energetischen Problemen.

Was gut für den Körper ist, ist auch gut für den Geist. Wenn du also so über verschiedene Untergründe tigerst – mal steinig, mal weich und sanft, mal von Wasser umspült, stimulierst du ganz besonders das Wohlempfinden deiner Seele. Du bist im direkten Austausch und Kontakt mit Mutter Erde und fühlst, wie in Urzeiten unseres Paradieses, was sie fühlt. Die Vibrations, die Wärme, das Leben. Energie kann durch deinen Körper fließen und entspannt dich, reinigt dich und führt dich in deinen Urzustand zurück.

erdeIch freue mich, dass ich immer mehr Menschen sehe, die einfach ihre Schuhe ausziehen, weil sie die Erde wieder spüren wollen. Gerade heute, als ich barfuß Fahrrad gefahren bin, zog sich eine gutgekleidete Dame (es war Hochzeit) ihre Schuhe aus, um auf dem Sandboden zu laufen.

Tu es uns gleich, verbinde dich mit dir und deiner Urenergie, mit unserer heiligen Mutter Erde. Heile dich selbst im Verbundensein mit allem. Mitakuye Oyasin.

Liebe Grüße, Conny Keule

Libellen – Himmelsjäger

Libellen – Himmelsjäger vom feinsten


Libellen auch Odonata genannt, sind wahre Himmelsjäger!

Sie haben einen perfekten Flug, von dem Fluggerätehersteller nur träumen können. Hast du schon mal einer Libelle bei ihren Flugmanövern zugesehen, wirst du genauso erstaunt gewesen sein wie ich.

Libellen können ihre beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen, so können sie im Flug sehr schnell die Richtung ändern. Gehirn und Organe der Libelle sind in einer zähen Flüssigkeit gelagert, so dass sie problemlos hohe Belastungen bei ihren talentierten Flugmanövern aushalten kann, denn durch die schnellen Bewegungsänderungen wirken starke Kräfte auf die Tiere, sodass sie bewusstlos werden würden, hätte die Natur sie nicht mit diesem raffinierten Trick ausgestattet.

Libellenlarve

Nach der Eiablage schlüpfen zunächst die sogenannten Prolarven, die sich von der späteren Larve deutlich unterscheidet. Meist haben sie einen längeren Köper und die Beine funktionieren noch nicht so richtig. Eine erste Häutung geschieht schon in den ersten Sekunden bzw. Stunden nach dem Schlüpfen!

Unsere Kleinlibellen können unter Wasser selbstverständlich atmen, das geschieht durch drei am Hinterende sitzende, blattförmige Tracheenkiemen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen. Bei Großlibellen ist das etwas anders gelagert, die Kiemen befinden sich im Rektalbereich, also im Enddarm, wo die Sauerstoffaufnahme durch ein bestimmtes Gewebe stattfindet. Absolut interessant, wie ich finde.

Bis zu 15 Larvenstadien können durchlaufen werden, bis die Libelle dann ins Erwachsenenstadium kommt!

Gegen Ende des letzten Larvenstadiums verlässt das Tier das Wasser zum „Schlupf“, auch „Emergenz“ genannt. Aus dem letzten Larvenstadium schlüpft dann die vollendete Libelle, übrig bleibt die sogenannte „Exuvie“, anhand derer die zugehörige Libellenart bestimmt werden kann.

Was für interessante Tiere oder?

Fortpflanzung

Ein Thema, das viele interessiert. Wie pflanzen sich Libellen fort? Du kannst direkt bei dem Hochzeitstreiben der gebänderten Prachtlibelle zusehen. Es geht sehr wild und flatterhaft zu und die Männchen versuchen ein Weibchen zu ergattern. Ein spannender Kampf beginnt und die Männchen üben kleinere oder größere Gefechte in form von Flugmanövern aus, versuchen sich gegenseitig aus der „Paarungsbahn“ zu schmeißen und lassen nichts unversucht, um ihr Erbgut weiter zu geben.

Der „Hochzeits-Tanz der Libellen“ nimmt einen magisch gefangen und du kannst die Aufgeregtheit richtig spüren, wenn du dich mitten in dem Treiben befindest und bei dem großen Fest dabei bist.

Dieses wilde Treiben dauert einige Tage an…

Hat nun endlich ein Männchen ein Weibchen ergattert – du siehst das am Ende meines Videos – dann hat es erst noch mit den anderen Männchen zu kämpfen und muss diese abschütteln, denn die versuchen bis zum Schluss doch noch Sieger zu sein. Jetzt gilt es mit einer speziellen Greifvorrichtung das Weibchen am Kopf zu packen. Ist das gelungen, fliegt das Männchen hektisch mit dem Weibchen weg. Man sieht oftmals sich paarende Libellen im Flug, sie setzen sich aber auch auf Blättern nieder und feiern ihre Hochzeit.

Während das Männchen das Weibchen fest im Griff hat, biegt sich das Weibchen nach vorne, um den Samenbehälter des Männchens mit der eigenen Geschlechtsöffnung zu berühren. Nun gibt das Männchen seine Erbinformation an das Weibchen ab, woraufhin das Weibchen zum im Wasser wachsenden Schilf fliegt und kopfüber am Schilfgras unter Wasser läuft, wo es das befruchtete Eipaket ablegt. Das Männchen bewacht diese Eiablage.

Sicher hast du schon gesehen, wenn sich zwei Libellen lieben – es sieht aus wie ein Herz. Im deutschen Sprachgebrauch nennen wir es das „Paarungsrad“, während die Franzosen einen weitaus romantischeren Begriff gewählt haben, nämlich „das Herz der Liebe“ – „Coeur d`Amour“.

Das Greifen der Libellen birgt auch ein Geheimnis – es können sich nur artgleiche Tiere paaren aufgrund des sogenannten „Schlüssel-Schloss-Prinzips“. Das liegt wohl daran, dass die Männchen trotz ihrer guten Facettenaugen sich im Liebesrausch wie wild auf alles stürzen und dabei einfach ihre Art vertauschen könnten, damit das nicht passiert, hat die Natur eben das Schlüssel-Schloss-Prinzip eingeführt 😉

Libellenarten

Momentan haben wir in Deutschland etwa 81 Libellenarten. Diese werden unterteilt in drei Unterordnungen; den Großlibellen (Anisoptera/Ungleichflügler), den Kleinlibellen (Zygoptera/Gleichflügler) und den Urlibellen. Libellen bilden eine Ordnung innerhalb der Klasse der Insekten.

Prachtlibelle

Calopterygidae genannt. Das ist unsere Libelle aus dem Video. Die Prachtlibellen zählen zu den größten Kleinlibellen. Einige Tiere sind sogar größer als Großlibellen. Da es in Europa nur zwei dieser Art gibt, ist es für uns sehr einfach sie zu unterscheiden. Unsere Prachtlibelle ist die sogenannte „gebänderte Prachtlibelle – Calopterix splendens“.

Im Video siehst du sehr viele blaue Libellen, die einem mit ihrem metallisch in der Sonne glänzenden Anblick richtig gefangen nehmen – das sind die Männchen der gebänderten Prachtlibelle; die Weibchen sind metallisch-grün gefärbt. Irgendwie war an meinem Filmtag ein Überschuss an Männchen da…

Die gebänderte Prachtlibelle liebt langsam fließende Gewässer mit sandigem Untergrund und sonnige Standorte.

Du kannst diese Libellenart von Ende Mai bis Anfang September in der Natur besuchen gehen und sie bestaunen.

Was fressen Libellen ?

Die Larven fressen kleine Flohkrebse. Tatsächlich halten sich die Larven der Libellen ja im Wasser auf, teils sogar in der Hauptströmung! Sie erbeuten außerdem Larven von sogenannten Zweiflüglern, ab und zu auch Larven von Eintagsfliegen.

Ist die Libelle „erwachsen“ das heißt, so wie wir sie an Land kennen, nämlich geflügelt, erbeutet sie Klein- bis Kleinstinsekten wie Mücken oder auch Blattläuse.

Einige Großlibellenarten können sogar kleine Fischchen erbeuten. Richtige Räuber sind das! Die schnellsten unter ihnen erreichen Geschwindigkeiten bis zu 40 Km/h.

Wie alt werden Libellen ? 

Alle Libellen durchlaufen die gleichen Stadien in ihrer Entwicklung. Vom Ei zur „Prolarve“, von der Prolarve zur Larve und dann zur Libelle. Die meisten Libellen durchlaufen eine vollständige Metamorphose, d.h. Ohne Puppenstadium. Die Larven können sich bis zu 15 mal häuten.

Die Entwicklungszeit der Tiere im Wasser beträgt mehrere Monate bis zu fünf Jahre. Damit verbringen Libellen ihre meiste Zeit im und unter Wasser! Als Erwachsene, sogenannte Adulte Tiere, ist ihre Lebenszeit schnell vorüber. Kleinlibellen leben im adulten Zustand 5-17, maximal 90 Tage, während Großlibellen eine Lebenserwartung von 2-6, maximal 12-16 Wochen haben.

Im Tierreich ist das oft so, dass der Höhepunkt des Lebens die Hochzeit ist, danach wird gestorben – das sollte uns Menschen zu denken geben 😉 Hahahaaa LoL…

Leider ist die gebänderte Prachtlibelle in ihrem Bestand als gefährdet eingestuft. Früher trat sie in rauen Mengen in Auegebieten auf.

Sind Libellen gefährlich ?

Und damit räume ich, hoffe ich, einen der größten Irrtümer der Menschen aus dem Weg!

Früher dachten ja viele Leute, Libellen wären gefährliche Tiere und selbst ich wurde so von meinen Bekannten „geimpft“. „Libellen wären gefährlich, weil sie stechen würden“.

Quatsch! Und ich habe das damals auch noch geglaubt…

Früher hatten diese unschuldigen Tiere bösartige und beängstigende Namen wie: „Teufelsnadel“, „Schlangenstecher“ oder „Augenbohrer“ sowie „Pferdetod“. Libellen besitzen keinen Stachel, wie fälschlicherweise vermutet von den ganzen Irren da draußen, die vor allem Angst haben und andere damit anstecken. Angst ist so eine Volkskrankheit!

Ein lustiger Film dazu 😉 ich liebe diesen Film! Hysterie pur hahaa.

Allerdings können Libellen mit ihrem Mundorgan, der Fangmaske, zwicken, womit die Angst nun bei einigen wieder zurück ist 😀

Alles in Allem höchst interessante und spannende, sowie wunderschöne Tiere. Du kannst dir meinen Libellenfilm so oft anschauen, wie du möchtest, am besten immer mal zwischendurch zur Entspannung und zur Aufhellung deiner Laune! 😉

Alles Gute und bis zum nächsten spannenden Thema, deine Conny Keule

Das Baumorakel

Orakel kommt vom lateinischen orakulum und bedeutet soviel wie: Sprechstätte oder Götterspruch. Orare heißt sprechen oder beten.

An der Götterstätte bzw. dem Orakel werden Zukunftsfragen durch transzendente Offenbarung beantwortet, die eine medial begabte Person stellt.

Meist gingen Menschen zu Orakeln um dieses in schwierigen Lebensphasen um eine Lösung der vorliegenden Probleme zu befragen. Der Orakelkult wurde vornehmlich von damaligen Politikern benutzt und zu wichtigen juristischen Entscheidungen herangezogen.

Orakel gibt es schon seit es Kulturen gibt; so hatten die nordamerikanischen Indianer ihr Medizinrad, die Chinesen ihr I Ging Orakel, während bei unseren Schamanen das Runenorakel Verwendung fand. Jedes Orakel beinhaltet ein philosophisches System, das die grundlegende biologische und spirituelle Einheit von Mensch und Natur betont. Sie verweisen auf die allen Dingen innewohnende Göttlichkeit, die alles miteinander verbindet. Alle lebenden Dinge sind heilig und verdienen Respekt.

In den Naturkulturen galt besonders das Baumorakel als eine echte Instanz. Bäume waren heilig und wurden immer verehrt, vielleicht und vor allem deshalb, weil sie direkte Botschafter zwischen dem Kosmos und Erde sind. Botschafter zwischen den Welten also.

Zufällig bin ich bei einer meiner Wanderungen auf ein altes, heiliges Baumorakel gestoßen und habe diesem einige Fragen gestellt, aber sieh und staune selbst 😉

Meine Bodensee Umrundung

Bodensee Radkarte
Quelle:http://www.velociped.de/fileadmin/tourdaten_verwaltung/bilderreise/Bodensee-Radweg-Bummeltour/karte/Bodensee-und-Bummeltour-Radkarte%20Kopie.jpg

Connys Land

Am 6. Juli 2015 startet meine Radtour zur Bodensee Umrundung. Auf dem Weg zu meinem Ausgangspunkt, entdecke ich folgendes Schild: Super, denke ich mir, das ist mein Land und da kann ich was erleben.

Mein GepäckIn Fischbach, kurz nach Friedrichshafen am Bodensee beginnt nun meine Tour. Da ich nur kurz unterwegs bin, nehme ich nur zwei Radtaschen und ein Zelt mit. Eine Decke und meine warme Jacke, verstaue ich in einem wasserfesten Seesack – nur für den Fall der Fälle…

SipplingenErste Station: Sipplingen – ein wirklich schöner Badeort. Der Bodensee direkt zu meiner Linken, mit seinen schönen Badebuchten lädt mich des öfteren zum Planschen ein. Perfekt, denke ich mir, als ich völlig verschwitzt ins erfrischende Nass springe, denn wir haben immerhin 38 Grad Celsius. Vorbei geht es an Sandsteinkunst aus der Natur, entlang der Bahngleise dem abendlichen Sonnenlicht entgegen. Angekommen in Sipplingen, erhole ich mich am See, nachdem ich mir eine Unterkunft organisiert habe.

LindenblütenEs ist eine wunderschöne Stimmung; die Linden blühen gerade und einige emsige Bienchen schlürfen deren Nektar.

Schöne AussichtAm nächsten Tag geht’s weiter. Schön ausgeschlafen starte ich um 10:00 Uhr. In der Apotheke wird mir geraten den Zug bis Ludwigshafen zu nehmen, wegen eines Sandsteinrutsches, der die Straße blockiert. Dennoch fahre ich mit dem Fahrrad. Zu meiner Überraschung werde ich mit einer wunderschönen Aussicht auf den Bodensee belohnt. Auch die Umleitung war gar nicht stressig, wie mir erklärt wurde.

Ich bin Richtung Konstanz unterwegs und gespannt auf den Weg. Noch läuft alles prima, doch ich merke schnell, dass die Sonne heute erbarmungslos sein wird. Wir haben um 12:00 Uhr mittags eine Temperatur von 42 Grad Celsius. Ich schwitze und der Weg ist auch nicht der schönste. Tatsächlich fahre ich gar nicht entlang des Bodensees, denn der ist weit ab vom Schuss…

Es geht stetig bergauf in der knallheißen Sonne. Der Schweiß rinnt mir nur so runter, links neben mir eine stark befahrene Straße – für mich ein Horror. Ein willkommenes Geschenk auf dieser Strecke ist der Bauernhof, der leckeres Erdbeereis verkauft. Eine Oase in dieser Hitze. Ich ruhe mich im Schatten der Sonnenschirme aus und genieße mein Erdbeereis. Lange halte ich mich nicht auf, denn ich weiß, ich habe noch eine weite Strecke vor mir. Die Strecke bis nach Konstanz geht gnadenlos so weiter. Hitze, bergauf, Straßenlärm.

RheinDoch endlich, nach einer halbstündigen Rast, erreiche ich den Rhein in Konstanz. Schönes blaues Wasser, jede Menge Badegäste, ich springe in die nass-kühle Erlösung.

ColaNur keine Müdigkeit vortäuschen, ich will ja noch weiter nach Romanshorn. Über die Brücke, noch schnell eine eiskalte Cola gezischt, verfolge ich den Radweg weiter, der nun wieder direkt am See verläuft. Es geht vorbei an schönen Obstplantagen, an denen sich auch ein Schwarm Vögel erfreut. Dieser Teil des Weges ist landwirtschaftlich geprägt. Nach einiger Fahrerei komme ich überraschend schnell in Romanshorn an. Drei Mädels googeln für mich die Länge des Weges bis zur nächsten größeren Ortschaft. Ich mache kurz Halt und unterhalte mich mit den dreien; es kommt Wind auf. Nach einem netten Gespräch fahre ich weiter – das Ziel: Rohrschach.

RomanshornLangsam zieht es sich richtig zu, es wird gewittern und regnen, doch ich will weiter. Ich fahre und fahre. Mein Körper hat schon lange umgestellt auf durchfahren und schmerzfrei. Doch wie es aussieht, muss ich schnell mein Zelt aufbauen, um nicht vom hereinbrechenden Unwetter überrascht zu werden.

Die Nacht ist eigenartig. Ein Tier schreit lauthals direkt neben meinem Zelt, es stürmt und der Regen prasselt auf mein Zelt nieder. Wenn ich nur wüsste, was das für ein Tier ist, das da unentwegt schreit. Ich denke erst an einen Vogel. Merke dann aber, dass das Tier ganz wild auf der ganzen Wiese rumrennt und sich dann auch noch mit einem Artgenossen wild streitet, was sich ungefähr so angehört hat, wie wenn Katzen beim Liebestreiben sind. Ich lag wohl in seinem Revier. Dennoch würde es mich heute noch interessieren, wer mich da mit seinen lauten und unheimlichen Schreien wach gehalten hat.

Es ist vier Uhr, ich habe wenig geschlafen, packe meine Sachen, um im Kühlen fahren zu können und starte heute um halb fünf morgens. Die Sonne fängt an die Landschaft zu erhellen, während ich schon auf meinem Fahrrad sitze und dem Zwitschern der Vögel lauschend Richtung Rohrschach fahre.

MeerjungfrauenAuf dem Weg halte ich um sechs Uhr an einer kleinen Poststelle, die auch Backwaren verkauft. Ich muss meine frisch erhaltenen schweizer Franken los werden. Eine freundliche Dame schenkt mir ein Brötchen. Ich freue mich. Zum Frühstück gibt’s Rosinenbrötchen mit Milch. Entlang des Bodensees merke ich, dass mir die schlaflose Nacht doch etwas zugesetzt hat, denn ich werde wieder müde. Aber nichts desto trotz – ich will ja ankommen – fahre ich Richtung Rohrschach. Die Morgenstimmung ist bezaubernd, zwei Bodensee-Nixen lagern am GrenzeWegrand und bald ist die österreichische Grenze erreicht. Von da aus ist es ein sehr kurzer Abstecher zum Rheindelta, wo immer noch Kies abgebaut wird. Der nächste Halt ist Bregenz/Lindau. Die Städte liegen nah beinander, so dass ich mich entscheide durchzufahren. Es regnet, endlich kommt mal mein Regencape zum Einsatz 😉

Von krassen 45 Grad Höchsttemperatur gestern kühlt es ab auf 20 Grad, ich friere fast.

BodenseeLindau HafenLindau UhrzeitLindau InselIch trudel in Lindau ein, der Bodensee aufgepeitscht vom Wind, gibt ein rauhes Bild ab. Ich trinke erst mal einen heißen und starken Kaffee in einem gemütlichen Café in der Fußgängerzone Lindaus. Aufwärmen ist angesagt, während ich gestern noch verzweifelt Schatten gesucht habe, zieht es mich heute ins Warme Stübchen. Eine Stunde pausiere ich, denn jetzt geht’s an den Endspurt. Es ist bereits mittag und ich möchte heute noch in Fischbach ankommen, da wo ich ja gestartet bin. Ein Bild noch von dem berühmten Lindauer Hafen und mein Weg geht weiter nach Friedrichshafen. Zu meiner Überraschung fahre ich im Kreis und lande wieder am Ausgangspunkt. ? .

Ich frage eine Einheimische. Da wir uns auf der Insel befinden, ist es ja nur logisch, dass ich im Kreis gefahren bin, ich muss wieder über die Brücke, wo ich hergekommen bin und dann dem Fahrradweg Richtung FN folgen. Das tue ich. Mir ist ein älterer Radfahrer gefolgt, der ebenfalls im Kreis gefahren ist. Ich erkläre ihm die Richtung und wir schmunzeln. Später treffe ich ihn wieder, weil er nochmal im Kreis fuhr 😀 dadurch hatten wir Zeit für ein nettes Gespräch.

Der Weg wird langsam mühselig, denn ich bin schon neun Stunden unterwegs, mit nahezu keinem Schlaf; ich fühle mich wie Luft. Meine Beine sind entspannt, nur mein Hintern ist irgendwie nicht gut beinander. Ich glaube er ist wund. Außerdem schmerzen die Knochen, auf denen ich die ganze Zeit ja sitze. Ich frage mich ob Fahrradfahren wohl so gesund sein kann!?

Schwäne DSC02266Ab und zu nieselt es ein wenig, der Wind ist sehr stark, ich erreiche FN, in dessen Ufergebiet unzählige Schwäne lagern. Ich habe noch nie so viele Schwäne auf einem Haufen gesehen.

Ich freue mich, denn weit kann es ja nun nicht mehr sein bis nach Fischbach. Tatsächlich sind es noch etwa 20 km, was ich glücklicherweise nicht weiß als ich weiter fahre. Es zieht sich, denn ich bin ausgelaugt, müde und mein Hintern – ich kann nicht mehr sitzen.

Doch dann – die Rettung. Ich sehe meinen Ausgangspunkt, erkenne die Kirche wieder und den Weg, den ich runtergefahren bin. Ich denke mir – cool – ich habs geschafft. Nur noch den Berg hoch und ich bin einmal rum um den Tümpel.

So sehn Sieger aus!

So sehn Sieger aus! 😀

Zwei ein halb Tage hat meine Tour gedauert. Am ersten Tag bin ich sechs Stunden gefahren. Am zweiten und dritten Tag jeweils zwölf – also 30 Stunden für eine Umrundung mit gemütlichem Tempo.

Wenn du eine Übernachtungsmöglichkeit suchst, kannst du entweder campen, da es sehr viele Campingplätze am Wegrand gibt, oder du checkst eine Nacht im Hotel ein. Für jeden ist etwas dabei. Die Grenzübergänge sind teils offen und wenn du dich auf einer Fahrradtour um den Bodensee befindest, wirst du für gewöhnlich freundlich behandelt – es sei denn du stehst mitten im Weg…

Essensmöglichkeiten gibt es auch genug. Ob Restaurant oder billiges Einkaufshaus, jeder Typ bekommt was zu ihm passt. Baden kannst du überall, auch mit Hund an den meisten Stellen.

Die Tour kann natürlich auf mehrere Tage verteilt werden, so dass du am Tag vielleicht sechs Stunden fährst und dann entspannen kannst. So bist du in fünf Tagen einmal locker rum.

Jede,r die/der sich dazu entscheidet die Tour zu machen wünsche ich an dieser Stelle viel Vergnügen. Planen musst du nichts, denn es gibt – wie schon beschrieben – genug Übernachtungs- und Essensmöglichkeiten.


Gute Reise, deine Conny Keule

 

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Alpenrausch und Enzian

Österreich ist nun erreicht und ich befinde mich im Salzburger Land. Da ich schon eine ganze Weile mit dem Auto unterwegs und deshalb dementsprechend müde bin, entscheide ich mich, von der Autobahn runter zu fahren und ein oder mehrere Tage die schöne Landschaft zu genießen.

Ich trinke etwas Kühles in einer Gaststätte und höre mich nach Campingplätzen um. Tatsächlich befindet sich gleich einer in der Nähe der Gaststätte. Ich checke ein und entspanne mich. Die Menschen hier sind mehr als nett und es herrscht eine familiäre Atmosphäre.

Ich habe Lust auf eine Bergtour – auf Alpenrausch und Enzian. Um fünf Uhr stehe ich auf und starte erfrischt und motiviert. Die Landschaft ist traumhaft und ich merke: „Morgenstund` hat Gold im Mund“.

MorgenstimmungIch will zur Unterjochalm. Dahin führt ein Schotterweg, vorbei am Bärenhof. Der Weg ist prädestiniert für Mountainbiker. Es geht serpentinenartig nach oben und es ist schon 9:30 Uhr, als ich endlich an der Unterjochalm ankomme. Der Weg war zum wandern etwas langweilig bis dahin, da sich der Schotterweg wahnsinnig lang nach oben gezogen hat.

Am Wegrand jedoch findet man viele Zeugnisse unserer Vorfahren. So auch eine Steinzeithöhle, direkt am Weg, die mit einem kleinen Altar versehen ist. Die typischen Holzgatter muss man immer wieder schließen, da Kühe auf der Weide stehen und frei umherlaufen.

UnterjochalmIch erhaische einen Blick auf die Unterjochalm und freue mich schon auf ein erfrischendes Radler und ein kräftiges Frühstück. Eine Sennerin bewirtschaftet die Hütte alleine. Mein Frühstück: Selbstgebackenes Brot mit selbst hergestelltem Käse und drei Scheiben Schweinebauch, dazu ein erfrischendes, kühles Radler. Das Ganze für den Preis vonAlpenrausch 9,50 Euro! Horend, denke ich mir, gebe aber dennoch ein Trinkgeld…

Nach diesem guten Frühstück steige ich auf zur Stahlhütte. Nun auf einem richtigen Bergwanderweg, so wie ich das gewöhnt bin, schieße ich die schönsten Fotos. Es blüht auf den Wiesen der bezaubernde Alpenrausch und das Panorama ist einzigartig. Es ist ein kleines Paradies, durch das ich gerade laufe und hoffe insgeheim, dass das auch so bleibt.

Reinstes WasserReinstes Wasser fließt durch die Bachbetten, so klar, dass man jede Einzelheit am Grund erkennt.

In der Mitte des Weges habe ich nochmal Gelegenheit meine Trinkflaschen aufzufüllen, bevor es den steilen Anstieg zur Stahlhütte hinauf geht. Es ist sehr heiß und einige hundert Meter vor dem Ziel überkommt mich Gänsehaut und Übelkeit sowie Müdigkeit. Ich muss halt machen und mich in den kleinen Schatten einer Latschenkiefer setzen, um keinen Hitzeschlag zu bekommen. 20 Minuten, nachdem ich mich runtergekühlt habe, laufe ich langsam weiter. Das Ziel nähert sich – die Stahlhütte. Angekommen genieße ich die sagenhafte Aussicht auf die umliegenden Berge. Hier stoßen Österreich und Deutschland zusammen.
EnzianDen schönen Enzian habe ich auf dem Weg zur Stahlhütte schon entdeckt – er darf auf keinen Fall gepflückt werden, denn er steht streng unter Naturschutz!Blumenwiese

Nach einem schlechten Bier und einem sehr unfreundlichen Wirt auf der Stahlhütte, dennoch einem gemütlichen Zusammensitzen mit zwei Wanderern, zieht es mich weiter zum Jenner. Es geht vorbei an einer blühenden Bergwiese. Ein seltener Anblick. Könnten doch alle unsere Wiesen wieder so schön blühen, wie diese unbehandelte hier, dann gäbe es auch wieder mehr Artenvielfalt. Mehr Schmetterlings- und Käferarten und eine reichere Flora und Fauna.

Ich bin bereits wieder in Deutschland und auch zu dieser Hütte ist der Weg gegen Ende hin ziemlich steil. Die Hitze ist nicht gerade förderlich, oftmals rutsche ich weg, weil meine Schuhe wenig Profil haben und dann komme ich am Gipfel an. Wow.

Ein wunderschöner KönigsseeBlick auf den Königssee und den Watzmann. Ein kühles Lüftchen sorgt für Wohlbehagen und ich erfreue mich an den Schmetterlingen, die die Blumen anfliegen.

Noch ein Stückchen weiter oben, kann ich einem

DrachenfliegerDrachenflieger zuschauen, wie er durch die Lüfte gleitet.

Es gibt so wunderschöne Orte auf unserer Erde, wir sollten sie mehr schützen und Orte, die zerstört wurden wieder aufbauen, damit wir wieder in die Artenvielfalt und Harmonie kommen.

Vom Gipfelkreuz geht’s wieder runter zur Gaststätte. Ich frage mich, wieso die alle so entspannt sind…

Es gibt eine Gondelbahn nach oben. Ich denke, der Jenner ist ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt. Der Rundumblick lohnt sich allemal. Die Bewirtung ist freundlich und es gibt ein sehr gutes „selbstgemachtes“ Eis.

JennerbahnIch entscheide mich nachmittags wieder nach unten zu laufen. Es ist bereits 15:30 Uhr und ich habe ein gutes Tempo. Als ich an der Unterjochalm vorbei bin, komme ich wieder auf den Schotterweg. Ich laufe eine Serpentine nach der anderen, der Weg scheint endlos, wie in einem schlechten Märchen. Aufwärts ist mir das doch nicht so lange vorgekommen…

Es nervt. Immer dasselbe. Schotter, Kurven, alles sieht gleich aus. Wo ist der Bärenhof???

Wie lange geht das noch so weiter? Anscheinend bin ich müde, sonst ginge das schneller bergab. Ich mache Pause, mich langweilt der Weg. Immer dasselbe und wenn man um die Kurve kommt, siehts wieder so aus wie vorher. Es ist eigenartig. Immer, wenn ich denke, „so – jetzt kommt der Bärenhof“, kommt noch eine Kurve mehr.

Doch dann – endlich – nach endlosem runterwatscheln hab ichs geschafft und der Bärenhof ist da. Jetzt nur noch den breiten Schotterweg entlang, vorbei an den Seen und ich bin unten.

Bergbilder-Album

Das war ein langer Abstieg! Der Aufstieg aber hat sich echt gelohnt und ist absolut zu empfehlen. Allerdings, wer nicht unbedingt megadurstig oder -hungrig ist, sollte die Stahlhütte meiden. Unfreundlichkeit, gepaart mit schlechten Produkten, geht gar nicht.

Ein kurzer Abstecher noch zum Badesee, in den ich unbedingt noch reinspringen muss, um mir die Strapazen vom Körper zu waschen und die gestauchten Gelenke zu entspannen.

An meinem schnuckeligen Campingplatz angekommen, werde ich herzlich begrüßt, erzähle meine Erlebnisse und gehe erstmal duschen. Heute freue ich mich auf mein Bettchen und einen ausgiebigen Schlaf.

Campingplatz Martina – bester Campingplatz im Salzburger Land

Nach meinem erfrischenden Ausflug zum Gollinger Wasserfall, kehre ich erstmal in eine Gaststätte am Weg ein und trinke eine Limonade. Da ich ja zum Bodensee möchte und noch einen Freund telefonisch erreichen will, lade ich gleich mein Handy – leider kein Empfang.

Ich frage nach einer Campingmöglichkeit in der Nähe und werde zum „Campingplatz Martina“ geschickt – er wäre auch gleich ums Eck. Beim bezahlen meiner Getränke bedanke ich mich und schaue mir das Ganze an. Heiß ist es und ich überlege mir schon, was ich morgen wohl unternehmen könnte…

Angekommen am Campingplatz bin ich positiv überrascht. Mein Weg führt direkt zur Rezeption, wo Martina schon da steht und mich freundlich empfängt. Für mich ist es wichtig, dass ich Internetempfang habe und so frage ich nach, ob es das gibt – meine Frage wird mit ja beantwortet. Wlan for free, beim Einchecken. Da ich meinen Weg nun in Google raussuchen muss, da ja das kürzlich gekaufte Navi nicht funktioniert, sitze ich erst mal da und surfe im worldwideweb. Außerdem eine gute Gelegenheit emails abzurufen und zu beantworten. Es ist etwas kühler als draußen und ich bekomme sogar kaltes Selterwasser serviert.

Etwas muss ich mich noch gedulden bis die Schwiegertochter kommt, die sich um die Organisation kümmert, denn Martina ist frisch operiert. Ich nutze die Gelegenheit und führe ein kleines Interview mit Martina, die den Campingplatz aus eigenen Kräften aufgebaut hat.

Martinas Geschichte:

Martina Schönauer hat in jungen Jahren ihre Mama verloren. Der Papa heiratete neu, mit einer Frau, die auch schon Kinder hatte. Damit es Platz im Haus gab, wurde Martina mit 18 verheiratet und bekam zwei Kinder. Sie war Serviererin und kaufte sich von ihrem Gehalt damals das Campinggelände. Sie heiratete erneut und zog weitere vier Kinder groß.

20 Jahre unterhielt sie den Campingplatz Martina alleine! Eine absolute Leistung, wenn man bedenkt, dass sie – mal ganz nebenbei – noch sechs gesunde Kinder großzog! Mittlerweile hat sie Unterstützung durch ihre Kinder. Der Campingplatz Martina besteht jetzt seit 50 Jahren. Das spürt man auch, denn der Umgang mit den Gästen ist eins A. Durch die langjährige Erfahrung im Servicebereich wird man hier bestens bedient. Freundlichkeit und Herzenswärme werden groß geschrieben. Eine Atmosphäre, die man heute oft vergeblich sucht.

Martina ist eine Powerfrau und stets freundlich, selbst die Operation, die sie einen Tag vor meiner Ankunft hatte, hielt sie nicht davon ab, auf ihrem Campingplatz präsent zu sein. Als Nächstes wird das Restaurant ausgebaut, in dem es Hausmannskost geben wird.

Weiter gehts in meinem Text…

Als die Schwiegertochter kommt, checke ich ein und werde sofort in die Familie integriert, sitze mit den Bekannten und Martina gemütlich bei einem oder vielleicht auch mehreren Bierchen zusammen 😉

Ich möchte eine schöne Bergtour machen und so frage ich meine neuen Freunde am Tisch und werde mit den besten Tipps versorgt. Mein Weg führt nach einem ausführlichen Gespräch also morgen auf die Unterjochalm.

Wir gehen schlafen – ich in meinem gemütlichen Zelt, die anderen in ihrem Bettchen zu Hause. der morgige Tag fängt für mich ja früh an, um 5 Uhr will ich aufstehen und auf meine Bergtour.

Ich entspanne einige Tage auf meinem schnuckeligen, kleinen Campingplatz, den du dir übrigens in einem Rundgang hier mal anschauen kannst:

 

Hunde sind hier ebenfalls herzlich willkommen!

Für die Kinder gibt es eine Malecke im Infobereich und jede Menge Informationsmaterial für Radfahrer und sonstige Sportbegeisterte. Auch die besten Tipps selbstverständlich von der Schwiegertochter, durch die ich in den Genuss eines leckeren und saftigen Riesenschnitzels kam…

XXL Schnitzel

 

 

 

Badesee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…und einen wunderschönen Tag am Kuchler Badesee hatte

Alles in allem nur deshalb ein so schöner Aufenthalt, weil einfach hilfsbereite und nette Menschen da waren – die Betreiber vom Campingplatz Martina in Golling – Salzburger Land/Österreich.

Besten Dank und herzliche Grüße nach Golling zum Campingplatz Martina, Conny Keule

 

Gollinger Wasserfall – der Geheimtipp

Ich fahre wieder zurück von meinem Kroatientrip, weil es mir dort einfach zu heiß ist. Passiere die ganzen Mautstellen, lande im Salzburger Land. Die Landschaft ist wunderschön und ich entscheide mich, eine der Ausfahrten zu nehmen, um mich ein paar Tage zu entspannen.

Ich lande in Golling – ein wunderschön gelegenes Urlaubsörtchen, das mich sofort an Peter Alexander erinnert. Ich lese ein kleines Schild, darauf steht: „zum Wasserfall“. Irgendwie zieht es mich da hin.

Durch enge Gässchen, vorbei an einigen Gaststätten, fahre ich zum Parkplatz, direkt am Fuße des Gollinger Wasserfall. Es ist heiß und ich suche Erfrischung nach der ermüdenden und langen Fahrt durch die Mittagshitze. Ich komme an und atme durch. Kühle Luft und ein Ort zum Wohlfühlen.

Das erste Bild – ein gesunder Wurmfarn. Ich freue mich, in einer intakten Natur zu stehen und genieße.

Wow. Eine echte Erfrischung nach dieser ewig langen Sitzerei im Auto. Ich wünsche mir, dass unsere Erde wieder heil ist und wir überall diese Paradiese vorfinden!

Die Natur ist ein Wunder, eine Heilerin und unsere Geborgenheit,

Eure Conny Keule

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