Thunfisch – gejagt und ausgelöscht

Thunfisch schmeckt lecker, bietet viele Einsatzmöglichkeiten in der Küche, ist ein perfekter Eiweßlieferant und enthält wertvolle Inhaltsstoffe.

Was aber uns allen, die wir Thunfisch fertig abgepackt und in der Dose, kaufen, entgeht, ist die gesamte Prozedur bevor der Thunfisch in der schnuckeligen Dose landet.

Heute möchte ich genau darauf eingehen und dir die Augen öffnen, was es bedeutet, wenn du Thunfisch konsumierst und wie du dich am besten verhalten solltest. Alternativen werden dir heute von mir auch angeboten. Es ist an der Zeit das Richtige zu tun und genau nachzudenken und zu prüfen, was ich da kaufe und wo bzw. wie es produziert wird.

Wir alle stehen in der Verantwortung, sind praktisch gezwungen dazu, durch die rabiate und seelenlose Umgangsweise der Konzerne mit unseren Ressourcen.


wo kommt Thunfisch vor?

Zitat: Thunfische (Thunnus) (auch Tunfische) bezeichnen eine Gattung großer Raubfische, die in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren vorkommt. Sie gehören zu den wichtigsten Speisefischen, sind von großer fischereiwirtschaftlicher Bedeutung. Einige der acht Arten sind inzwischen durch Überfischung gefährdet.“

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Thunfische)

Thunfische können bis zu 1000 Meter tief tauchen – meist sind das sie großen Exemplare, die im tiefen Meer Nahrung jagen. Meist findet man die Thunfische in größeren Schwärmen vor; sie bilden die Nahrungsgrundlage für viele Meeresbewohner. Da sie durch die Meere wandern, kann man Thunfische auch in vielen Regionen, außer dem Polarkreis, antreffen. Alle Meeresbewohner, die auf Thunfisch angewiesen sind, um zu überleben, warten schon sehnsüchtig, bis ihre Nahrung endlich vorbeischwimmt.

Die schwärmenden Thunfische legen tausende Kilometer im Meer zurück. Durch ihre ausgeklügelte Schwimmtechnik erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h!

Sie können ein Gewicht von 600-700kg erreichen und viereinhalb Meter lang werden. Wenn sich ein Schwarm bildet, finden sich meist etwa gleich große Tiere zusammen. Thunfische, die in den Bahamas gestartet sind kann man vor Brasilien und auch Norwegen wieder finden – das ist ein richtig weiter Weg.

Erstaunlich ist – der Thunfisch ist überall und nirgends. Obwohl er in nahezu allen Meeren vorkommt, laicht er nur an zwei Plätzen auf der Erde ab: dem Golf von Mexiko und dem Mittelmeer.

Für die Ökonomen, also die Menschen, die Geld aus dem Tier machen wollen, sind der Großaugentun, der Gelbflossenthun, der echte Bonito und der Weißflossenthun. Diese Arten werden hauptsächlich im indischen Ozean und dem Pazifik abgefischt. Um die Seychellen herum findet rund ein fünftel des weltweiten Fischfanges statt.

Wie wird Thunfisch gefangen?

Wir müssen uns vorstellen, dass romantische Fischerei an dieser Stelle keinen Platz findet und das, was da auf unseren Meeren abgeht auch alles andere als romantisch und fair ist.

Riesige Fischereiflotten schwärmen mit ihren Fangnetzen, wie z.B. Langleinen, Treibnetzen und Ringwade, aus, um ganze Fischschwärme abzuschöpfen. Wie funktioniert das z. B. Mit der Ringwade? Der Schwarm wird mit dem Netz eingekreist, wenn das geschehen ist, wird das Netz am unteren Ende zusammen gezogen und der Schwarm sitzt in der Falle. Keine Möglichkeit des Entkommens. Aber nicht nur für die Thunfische, sondern auch für Haie, Delfine, Mantarochen, die seltenen Meeresschildkröten, Meeresvögel und viele mehr, die als sogenannter „Beifang“ gelten und bei dem Prozedere qualvoll zugrunde gehen.

Thunfischfang in der Straße von Gibraltar findet auf eine ganz gewisse, teils traditionelle, Art und Weise statt. Wie genau, das erklärt dir Monika Bubel – segelerfahrene Walexpertin – hier im folgenden Video.

Mittlerweile werden pro Jahr mehr als 2 Mio Tonnen Thunfisch aus unseren Meeren herausgeholt um weltweit verbreitet im Supermarkt in Dosen oder in Japan als Sushi auf der Theke zu landen.

Die Nahrungskette

Haie, Wale sowie Delfine und Schwertfische sind die Hauptfraßfeinde der Thunfische, sind aber auch abhängig von deren Auftreten!

Wie die Thunfische, die sich ja zum Leben und Jagen an anderen Standorten aufhalten, als zum Laichen, haben Wale, Delfine sowie Schwertfische bestimmte Wanderrouten durch das Meer. Zum Laichen oder im Fall der Wale schwimmen die Tiere in andere Regionen.

Die Wale kennen sehr wohl die Wanderrouten der Thunfischschwärme und warten auf deren Ankunft, um ihre Nahrung zu sichern.

Wir Menschen aber sind absolut nicht angewiesen auf Thunfisch, die Meeresbewohner aber schon!

Wir zivilisierten und mittlerweile spirituellen Menschen können den Verstand und den Willen aufbringen, uns eine andere Ernährungsweise wie die bequeme bisher anzueignen und den Meeresbewohnern ihre Nahrung lassen. Dazu haben wir die göttliche Ausstattung – wir müssen uns nicht wie allesfressende Raubtiere verhalten, da wir ein Bewusstsein haben.

Ich habe vor einigen Monaten Monika Bubel interviewt, die mit Walen und Delfinen arbeitet. Das Interview kannst du dir gerne hier anschauen. Sie ist Walbotschafterin und bekam die Botschaft: „wir sollen doch bitte aufhören, den Walen und Delfinen ihre Nahrung wegzuessen“.

Verständlich oder? Durch die Vielfalt in den Lebensmittelläden ist uns Menschen irgendwie der Bezug zur Natürlichkeit verloren gegangen. Wir alle sind angehalten, uns ernsthaft Gedanken darüber zu machen.

8 Gründe, weshalb Thunfisch essen ein echtes Verbrechen geworden ist und es für dich besser ist, keines zu essen.
  1. 90% der Thunfischbestände sind in den vergangenen Jahren durch diese skrupellose Art der Überfischung zurückgegangen.

  2. Teure Thunfischarten sind mehrere 100-tausend Dollar wert. Unvorstellbar, dass solch hohe Summen gezahlt werden, meist sind diese Fische wild gefangen und in Mastbetrieben auf die gewünschte Größe gezüchtet. Solch hohe Preise bieten natürlich eine echte Verlockung für „Schatzjäger“.

  3. Thunfische sind hochintelligente Tiere; wir würden es auch nicht toll finden, wenn uns die Aliens gruppenweise einfangen, um uns zu fressen.

  4. Nach dem Fang verenden die Thunfische meist qualvoll und werden direkt von der wundervollen Freiheit in einen schrecklichen Tod getrieben, weil wir – die Auftragskiller – der Dose Thunfisch im Supermarkt nicht widerstehen können..

  5. Den Fangflottenbetreibern ist es vollkommen egal wie die Tiere zu Tode kommen – hier geht es einzig und allein um Profit!

  6. Zahlreiche andere Tierarten verenden während so einer Fischfangaktion – unverantwortlich, diese Art der verbrecherischen Überfischung.

  7. Die meisten Thunfische sind Schadstoffbelastet und beinhalten hohe Mengen an Quecksilber. Dies führt beim Menschen zu Herzkrankheiten und Gehirnausfällen.

  8. Einige Fischfarmen züchten und mästen wild gefangene Thune. Problem hier: in der Gefangenschaft entstehen Krankheiten und ein höherer Parasitenbefall.

Alternativen zu Thunfisch

definitiv handelst du am besten, wenn du heimischen Fisch kaufst, am besten aus deiner Region! Jeder Mensch sollte das zu sich nehmen, was ursprünglich in seiner Nähe wächst, lebt und gedeiht. Das ist eine Grundregel bei der Ernährung heute. Da Thunfische Makrelenartige sind, kannst du auch mit diesen Fischen ähnliche Geschmackserlebnisse erzielen. Ich persönlich verzichte seit über 20 Jahren auf Thunfisch, weil mir die Probleme schon lange bekannt sind. Sardinen und andere Fische, die einen ähnlichen Geschmack haben, sind bei mir mittlerweile auch nahezu tabu, weil diese kleinen Fische, wenn sie gefangen werden, an Bord ersticken müssen. Ich kann das nicht mehr essen. Dennoch für Menschen, die einen ähnlichen Geschmack haben wollen wie Thunfisch, empfehle ich Makrele oder auch Sardine. Jeder muss selber wissen, wie er sich verhält und ob er das verantworten kann. Aber einfach aus Bequemlichkeit zu sagen: „das geht mich nichts an.“ ist dann auch nicht fair, denn wir sind ja mit allem verbunden und alles was wir aussenden kehrt zu uns zurück. Hier kannst du auch einen Einblick bekommen in meinem Video „Du bist was du isst!“

Ich wünsche dir allzeit die richtigen Entscheidungen, herzlichst, deine Conny Keule

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